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Die Aufgaben eines hauptamtlichen Bürgermeisters in Nordrhein-Westfalen sind in der Gemeindeordnung für das Land NRW geregelt.
1. Leitung der Stadtverwaltung Der Personalbestand der Stadtverwaltung Bergkamen sieht zum Stichtag 01.01.2013 insgesamt 417 Planstellen vor, mit umgerechnet 370 Vollzeitstellen. Hinzukommen rd. 150 Honorarkräfte, Auszubildende, Praktikanten u.a.. Hinzu rechnen kann man ferner die 24 Stellen des Stadtbetriebes Entwässerung SEB und des Entsorgungsbetriebes EBB sowie die ca. 200 ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen.
Anders als im Bereich der Wirtschaft sind allerdings ca. 80 bis 85 % der Tätigkeiten einer Kommune in irgendeiner Form verbindlich geregelt. Gesetze und Verordnungen der EU, des Bundes und des Landes sowie Richtlinien, Erlasse und Verfügungen der Aufsichtsbehörden bestimmen den Alltag der Verwaltung, die ja bekanntlich an Recht und Gesetz gebunden ist.
Die Aufgabenpalette einer Stadtverwaltung ist erheblich breiter als die der meisten privaten Unternehmen.
Die Leitung der Stadtverwaltung nimmt in meinem jetzigen Aufgabenspektrum als hauptamtlicher Bürgermeister mit ca. 70 bis 80 Prozent des Arbeitsumfanges den wichtigsten Platz ein. Die Bewältigung dieser Aufgaben wird mir durch meine Ausbildung und meine bisherigen beruflichen Erfahrungen erleichtert. (=> "Lebenslauf") Zur Verwaltungsleitung gehören im einzelnen u.a.:
Der aktuelle Organisationsplan der Stadtverwaltung Bergkamen findet sich hier als WinWord-Doc-Datei: --> organigramm.doc.
Die Stadtverwaltung Bergkamen gliedert sich zur Zeit in vier Dezernate, 13 Fachämter und die beiden Stadtbetriebe Entwässerung SEB und Entsorgung EBB. Sowohl früher als Stadtdirektor, als auch jetzt als Bürgermeister bin ich nicht nur Chef der Gesamtverwaltung, sondern leite auch selbst das Dezernat I. Dazu gehören die Bereiche:
Neben den wichtigen Querschnittsbereichen Gleichstellung und Rechnungsprüfung ist für mich persönlich von besonderer Bedeutung der Bereich "Personal, Organisation und EDV" wegen meiner Zielsetzung der => Verwaltungsmodernisierung und der => Verbesserung des Bürgerservices sowie der Bereich "Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing" wegen der für unsere Stadt so wichtigen => Bewältigung des wirtschaftlichen Strukturwandels. Da sich alle Dezernenten bei Urlaub und sonstiger Abwesenheit untereinander vertreten, komme ich regelmäßig dazu, auch eines der anderen Dezernate unmittelbar zu führen.
3. Vorsitz im Verwaltungsvorstand
Alle Dezernenten, die im übrigen ihren Dezernatsbereich selbstständig führen und nach außen vertreten, treffen sich unter Vorsitz des Bürgermeisters einmal wöchentlich im sogenannten Verwaltungsvorstand (der früheren Dezernentenkonferenz), um wichtige Einzelfragen, Planungsvorhaben, Entwicklungsprojekte u.a. zu diskutieren. Bei Bedarf werden andere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hinzugeholt.
Der Verwaltungsvorstand ist das wichtigste Gremium zur gegenseitigen Information und zur Koordinierung innerhalb der Verwaltungsführung.
4. Gesetzlicher Vertreter der Kommune Alle Erklärungen, Bescheide, Verfügungen, Verträge usw., die die Stadt rechtlich binden oder berechtigen - gleich, ob öffentlich-rechtlich oder privatrechtlich - , ergehen im Namen des Bürgermeisters. Um hierfür die Verantwortung übernehmen zu können, ist mein juristisches Studium (=> "Lebenslauf") sehr hilfreich. Zur Funktion des Außenvertreters der Gemeinde gehört auch die Zusammenarbeit mit den Fördermittelgebern und den Aufsichtsbehörden, vom Kreis Unna - hier ist insbesondere die Beteiligung an der regelmässigen Bürgermeister-Konferenz des Kreises zu nennen - über die Bezirksregierung Arnsberg bis zu den Landes- und Bundesministerien und der Europäischen Union. Meine frühere Berufstätigkeit in der Landesverwaltung in Arnsberg und in Düsseldorf (=> "Lebenslauf") sowie die Kontakte aus meinem => überregionalen Engagement insbesondere beim Städte- und Gemeindebund sind dafür gelegentlich recht nützlich. Wichtig sind auch die regelmäßigen Gespräche mit Vertretern der Wirtschaftsunternehmen vor Ort und mit ansiedlungsinteressierten Investoren von außerhalb sowie die kontinuierliche Kooperation mit den Nachbarkommunen und den in und für Bergkamen tätigen Gesellschaften und Institutionen, wie Wirtschaftsförderungsgesellschaft WFG, den örtlichen Gewerkschaftsorganisationen, der IHK zu Dortmund, der Handwerkskammer Dortmund, Technopark Kamen, Gemeinschaftsstadtwerke GSW, Wohnungsbaugesellschaft UKBS, Lippeverband, Regionalkonferenz Dortmund-Unna-Hamm, Provinzial Versicherung, Gemeindeversicherungsverband GVV, Sparkasse Bergkamen-Bönen usw.
Der Bürgermeister ist kraft Gesetzes Vorsitzender des Rates, des Hauptausschusses und des Wahlausschusses.
Der Bürgermeister legt die Sitzungstermine von Rat und Hauptausschuss fest, bestimmt die Tagesordnung und leitet die eigentliche Sitzung. Gefasste Beschlüsse sind vom Bürgermeister zu überprüfen, ob sie das Wohl der Gemeinde gefährden oder das geltende Recht verletzen; in diesem Fall hat er ein Widerspruchs- und Beanstandungsrecht.
6. Repräsentant der Bürgerschaft Der Bürgermeister ist laut Gesetz Repräsentant der Bürgerschaft und des Rates.
Da häufig mehrere Termine und Veranstaltungen zeitgleich stattfinden bzw. bei Terminüberschneidungen Aufgaben der Verwaltungsleitung Vorrang haben, werde ich bei meiner Repräsentationstätigkeit unterstützt von dem 1. stellvertretenden Bürgermeister Kay Schulte und danach vom 2. stellvertretenden Bürgermeister Bernd Schäfer (nicht mit mir verwandt!).
7. Ansprechpartner für die Bürger Zur Aufgabe des Bürgermeisters gehört auch die mir persönlich sehr wichtige Funktion, Ansprechpartner für Vereine, Gruppen, Organisationen und die gewerbliche Wirtschaft sowie insbesondere auch für einzelne Bürgerinnen und Bürger Bergkamens zu sein. Auf Grund von Anregungen aus der Bevölkerung habe ich zudem im Eingangsbereich des Rathauses einen "Kummerkasten" für Kritik, Lob, Anregungen oder Beschwerden eingerichtet sowie ein "Beschwerde-Telefon" mit der Rufnummer 02307-965-444 installieren lassen. Dies dient z.B. für Hinweise auf wilden Müll oder Straßenschäden im Stadtgebiet, als Beschwerdetelefon oder auch als Klärungsinstanz, falls jemand nicht weiss, wer im Rathaus für eine bestimmte Frage zuständig ist. Auf den städtischen Internetseiten gibt es einen "elektronischen Kummerkasten", der gut genutzt wird. Weiterhin ist von mir jede Woche eine feste "Bürgermeister-Sprechstunde" eingerichtet worden. Natürlich empfiehlt sich im Normalfall schon eine vorherige Terminabsprache.
Als Möglichkeit für neu nach Bergkamen gezogene Bürgerinnen und Bürger, ihre Sorgen, Probleme und Anregungen vortragen zu können, führe ich seit dem Jahr 2000 zwei Mal im Jahr ein "Neubürger-Treffen" durch, zu dem alle neu nach Bergkamen umgezogenen Einwohner eingeladen werden. Seit Anfang 2002 biete ich zudem als weitere Veranstaltungsform im regelmäßigen Wechsel in jedem Ortsteil ein zwangloses Gesprächstreffen ohne feste Tagesordnung unter dem Titel "Bürgermeister vor Ort" an. Ein Teil dieser Termine findet abends statt, der andere Teil wird von mir vormittags als "Bürgermeister auf dem Markt" während des Wochenmarktes angeboten.
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